Aktuelles zum Musikschulbetrieb

Wir informieren an dieser Stelle über den jeweils aktuellen Stand.

Wissenschaftsjournalist und TERRA X – Moderator Dirk Steffens zur Lage der Kultur, 3. November 2020

https://www.arte.tv/de/videos/098118-000-A/corona-sicherheit-kontra-freiheit/

Liebe Schüler, liebe Eltern,

die neue Umgangsverordnung zwingt auch uns zu einigen Maßnahmen.

Der Tanzunterricht startet wieder ab 2. Dezember, allerdings vorerst nur für Kinder und Jugendliche. Die Eltern werden über Frau Zarske informiert.

Alle anderen Angebote finden statt.

An dieser Stelle ein Auszug aus der Umgangsverordnung:

§ 19
Weitere Bildungs- sowie Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen

(1)In den Innenbereichen von Bildungs- sowie Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen, insbesondere in Hochschulen, Musikschulen, Kunstschulen, Volkshochschulen, Fahr-, Flug- und Segelschulen haben alle Personen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

(2)Die Tragepflicht nach Absatz 1 gilt nicht, wenn die Eigenart der Bildungs- oder Aus-, Fort- oder Weiterbildungsmaßnahme dies nicht zulässt.


Vorerst bis zum Ende des Monats November gehen wir in der Musikschule folgendermaßen vor:

Die Eingangstür (1. Obergeschoß) ist geschlossen.

Die Schüler werden zur Unterrichtszeit vom Lehrer hereingeholt und verlassen die Schule selbständig über den Ausgang/Treppenhaus zur Straupitzstraße. Wir schildern aus.
Als Eltern warten Sie bitte nach Möglichkeit außerhalb der Schule.

Bitte haben Sie Verständnis. Wir wollen sicherstellen, möglichst lang den Unterrichtsbetrieb nicht stoppen zu müssen.

Ich halte die Maßnahme der neuen Umgangsverordnung in großen Teilen für widersinnig und in großem Maße unverhältnismäßig. Wieder sind u.a. die Kinder die Leidtragenden einer hilflosen, pessimistischen und empathieosen Politik, auch in Brandenburg. Die mit uns eng verstrickte Kulturbranche wird so stark geknebelt, bis den ersten letztlich die Luft wegbleibt.
Ihre Kinder lernen bei uns ein Instrument, sie singen und tanzen. Diese Freude wird ihnen immer mehr versagt, diese Freude wird als gefährlich bezeichnet und daher verboten, weil mit wenig Widerstand zu rechnen ist.

Die Zukunft könnte so aussehen: Ihre Kinder verlieren die Freude an der Beschäftigung mit Musik, sie können kein Konzert mehr besuchen, kein Festival, keine Theatervorstellung. Und wenn doch, so findet sich vielleicht keinLokal mehr, wo man im Anschluss Essen geht, etwas trinkt und ein Hotel zum Übernachten gibt es auch nicht mehr.

Als kommunale Musikschule können wir momentan noch alles abfedern, aber ohne lebendiges Kulturleben in Deutschland verlieren auch wir den Sinn unseres Daseins.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Zach
Musikschulleiter

Lesenswertes zur Lage der Kultur

Novemberhilfe der Bundesregierung ist ein 10 Mrd. Euro teurer Etikettenschwindel 
Die Bundesregierung gibt vor, die besonders von Corona betroffenen Branchen retten zu wollen. Gleichzeitig werden im Kleingedruckten bewusst komplexe Hürden eingebaut, sodass wirklich Betroffene weiterhin keinerlei Finanzhilfen bekommen.

Das Rettungsprogramm der Regierung gleicht einem Eisberg. Für die breite Öffentlichkeit gut sichtbare Bereiche wie Theater, Kinos und Gastronomie erhalten jetzt Gelder aus dem Novemberprogramm: 75% des Novemberumsatzes 2019 sollen den Betrieben ausgezahlt werden. Die riesige Zahl nichtsichtbarer Zulieferer und Dienstleister in der Veranstaltungswirtschaft ertrinkt indessen unter der Wasseroberfläche. Sie werden geopfert, indem unrealistische Zulassungshürden in das Novemberprogramm eingefügt wurden. Mit detailreichen Formulierungen wird der Kreis der
Antragsberechtigten Unternehmen bewusst klein gehalten. Fast 90 Prozent der Betriebe der deutschen
Veranstaltungswirtschaft wird jede Hilfe verwehrt.

„Die Regierung betreibt gerade eine kolossale Triage. Sie beurteilt, welche Branchen rettungswürdig sind und welche Wirtschaftszweige Deutschland in Zukunft nicht mehr braucht. Als nicht überlebenswert wurde der Veranstaltungswirtschaft der schwarze Zettel umgehängt: ‚Opfer, sterben lassen.‘ Dies, obwohl sie der sechstgrößte Wirtschaftszweig mit 100.000 Betrieben und mit über einer Million Beschäftigten ist, deutlich vor der Automobilwirtschaft.“ so Nico Ubenauf, Mit-Initiator des Aktionsbündnisses #AlarmstufeRot. „Die Bundesregierung betreibt Politik für die Schlagzeilen und nicht für die deutsche Bevölkerung. Hohe Rettungsbeträge schaffen zwar den Weg in die Pressekonferenzen und Abendnachrichten. Nicht aber zu den notleidenden Beschäftigten, zehntausenden Soloselbstständigen und mittelständischen Unternehmen der Veranstaltungswirtschaft.“ kritisiert Ubenauf weiter.

Quelle: Alarmstufe Rot

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das:
search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close